Slurry-basiertes Elektrodenbeschichtungsverfahren
Die traditionelle Batterieherstellung verwendet für die Herstellung der Batterieelektroden standardmäßig ein »slurry-basiertes« Verfahren, in welchem das Aktivmaterial, die Bindemittel und die Leitadditive in einem Lösungsmittel zu einer Suspension, d.h. zu einer Paste, verarbeitet werden. Anschließend wird das Slurry auf eine dünne Metallfolie, typischerweise eine Kupfer- oder Aluminiumfolie, aufgetragen. Im nachfolgenden Trocknungsschritt wird das eingesetzte Lösungsmittel nach der Beschichtung verdampft und zurückgewonnen.
Der Einsatz von Lösungsmitteln und dem daraus resultierenden Trocknungsschritt in der Elektrodenfertigung hat für die Batteriezellproduktion allerdings einige Nachteile. Beispielsweise entstehen durch die Trocknungs- und Lösemittelrückgewinnungsanlagen hohe Investitionskosten und ein entsprechend hoher Platzbedarf ist notwendig. Wird die Batterie in Ländern hergestellt, welche tendenziell höhere Kosten für Strom und Gas veranschlagen, wie es zum Beispiel in Europa der Fall ist, kommen für die Produzenten hohe Energiekosten für die Trocknung und Rückgewinnung des Lösemittels erschwerend hinzu. Des Weiteren stellt die Verwendung von toxischen Lösungsmitteln (NMP) in der Kathodenproduktion eine potenzielle Gefahr für Mensch und Umwelt dar.