Mit der Verwendung von OPC UA kommen Hersteller zudem ihren regulatorischen Verpflichtungen nach, wie der am 11.01.2024 in Kraft getretenen EU-Datenverordnung. Diese hat das Ziel eines fairen Datenzugangs und einer fairen Datennutzung seitens der Hersteller und Händler. Und auch im Hinblick auf den im Februar nächsten Jahres verpflichtenden Batteriepass erscheint die Verwendung von OPC UA eine sinnvolle Investition. Denn die sich aus den Gesetzen ergebenen Rechte und Pflichten für Anbieter und Nutzende stellen diese noch immer vor eine große Hürde: der Interoperabilität. Es werden standardisierte Lösungen benötigt, um die Interoperabilität der Maschinen und IT-Systeme zu gewährleisten sowie die Effizienz steigern zu können. Interoperabilität gilt als eine der wichtigsten Säulen der digitalen Transformation und ist Teil der Vision 2030 der Plattform Industrie 4.0.
Eine weitere regulatorische Verpflichtung birgt die EU-Batterieverordnung und der Batteriepass, welcher als Teil der Verordnung am 18.02.2027 in Kraft treten wird. Er fordert eine lückenlose und detaillierte Rückverfolgbarkeit von Herkunft, Rohmaterialien und CO₂-Fußabdruckt jeder Batterie über 2 kWh Kapazität, die auf den europäischen Markt kommt. Zudem müssen nicht nur Informationen aus der Produktion der Batterie, sondern auch solche, wie während ihrer Nutzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg entstehen in den Batteriepass fließen.
Bei Nicht-Erfüllung der Datentransparenz im Batteriepass drohen den Herstellern hohe Geldbußen.
Diese regulatorischen Anforderungen stellen Hersteller noch vor eine Herausforderung. Zwar existiert mittlerweile die DIN EN 18223:2026-09, welche die Interoperabilität für Systeme im Digitalen Produktpass definiert, jedoch ist die exakte Datenstruktur somit noch nicht festgelegt. An dieser Aufgabe arbeitet die JWG Battery Solutions mit Rückbezug auf bereits existierende Standards wie der DIN EN 18223:2026-09 oder der DIN DKE 99100.
OPC UA als Branchenstandard bietet eine übergreifende Lösung, um Traceability und Produktqualität über den gesamten Lebenszyklus einer Batterie hinweg zu gewährleisten.
Dies bedeutet konkret auf den Herstellungsprozess bezogen, dass Maschinen in der Fertigung Daten über OPC UA an IIoT-Systeme übertragen, welche die Daten an den Cloud Speicher zur Sicherung relevanter Daten, sowie an Systeme auf Unternehmensebene und an Analysesoftware weiterleiten kann.